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Wein aus Sardinien
Sardinien: Cannonau und Carignano
Sardinien wird oft wegen seiner Strände mit türkisblauen Wasser als die Karibik Europas bezeichnet. In Orten wie Porto Cervo und Porto Rotondo ist das Who is Who auf ihren Mega-Yachten anzutreffen. Aber Sardinien ist noch viel mehr. Vor allem auch eine Region, die beeindruckende Weine hervorbringt.
Das mediterrane Klima, die Nähe zum Meer und Rebsorten wie Cannonau und Carignano hatten einst schon Italiens Önologie-Ikone Giacomo Tachis bewegt sich hier zu engagieren. Entstanden sind Weine von Weltklasseformat wie der Terre Brune oder Barrua.
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Sardinien: Cannonau und Carignano
Sardinien wird oft wegen seiner Strände mit türkisblauen Wasser als die Karibik Europas bezeichnet. In Orten wie Porto Cervo und Porto Rotondo ist das Who is Who auf ihren Mega-Yachten anzutreffen. Aber Sardinien ist noch viel mehr. Vor allem auch eine Region, die beeindruckende Weine hervorbringt.
Das mediterrane Klima, die Nähe zum Meer und Rebsorten wie Cannonau und Carignano hatten einst schon Italiens Önologie-Ikone Giacomo Tachis bewegt sich hier zu engagieren. Entstanden sind Weine von Weltklasseformat wie der Terre Brune oder Barrua.
Sardinien – Die Insel der Weine
Sardinien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, südlich von Korsika gelegen mit der Hauptstadt Cagliari lockt jährlich tausende Touristen mit seinen karibisch anmutenden Fels- und Sandstränden an. In den teilweise gebirgigen Regionen im Inland wird viel Schafzucht betrieben. Über Sardinien heißt es: „Piu pastori che pescatori“ (hier gibt es mehr Hirten als Fischer). So erklärt sich, dass der sardische Schafsmilchkäse, der „Pecorino Sardo“ bis heute neben dem Wein zu den wichtigsten Exportgütern der Insel zählt. Von den sonnigen Hängen der Costa Smeralda bis zu den windgepeitschten Küsten des Südens finden sich hier eine einzigartige Vielfalt an Weinen.
Die Sonneninsel hat ihren ganz eigenen Charakter und so schmecken auch die Weine. Das begründet sich nicht zuletzt durch die wechselhafte Geschichte der Insel: damals wie heute fanden und finden sich hier sowohl italienische als auch spanische Einflüsse. Sardische Weine vereinen die besten Eigenschaften dieser beiden Einflüsse. Sie haben ihren ganz eigenen Stil.
Die Entwicklung des sardischen Weinbaus
Sardinien blickt geschichtlich auf eine lange Weinbautradition zurück. Die Insel zählt zu den ältesten Weinbaugebieten Europas und bereits die Phönizier und Römer brachten den Weinbau auf die Insel.
Besiedelt war Sardinien schon vor dem Neolithikum. Im 2. Jahrtausend vor Christus entstand die Nuraghe-Kultur, deren typische, runde Steintürme noch heute als Wahrzeichen Sardiniens existieren. Später gründeten die Phönizier die Häfen Pula und Tharros, und auf die Griechen folgten dann die Karthager und Römer. Bis zum frühen 18. Jahrhundert regierte das spanische Königreich Sardinien – insgesamt über 400 Jahre und so erklärt sich die Verbindungen zu den spanischen Rebsorten (Cannonau und Carignano).
In den letzten Jahrzehnten begannen die sardischen Winzer in den 1980er-Jahren dann eigenständig einen Umbruch im Weinanbau voranzutreiben. Es wurde umgedacht und durch kleinere Anbauflächen mit geringeren Erträgen aber hohen Qualitäten entstanden aus den autochthonen Rebsorten der Insel sehr hochwertige Weine. Seit dieser Zeit erlangt Sardiniens Weinanbau immer mehr internationales Ansehen.
Sardischer Wein – klimatische Bedingungen
Bei ganzjährig angenehmen Temperaturen mit über 300 Sonnentagen herrschen optimale Bedingungen für den Weinanbau auf der italienischen Mittelmeerinsel. Die Sommer sind heiß und trocken und Regentage sind äußerst rar. Dazu weht parallel oft ein steter Wind und durchlüftet die Weinberge. Vor allem der Süden Sardiniens ist geprägt durch das milde Klima und daher besonders gut für den Anbau von roten Weinsorten geeignet. Hier wurzeln überwiegend autochthone Rebsorten – teilweise in sehr sandigen Böden. Im Norden der Insel und im Inland ist es deutlich kühler. Hier reifen im kontinentalen Klima frische, kernige Weißweine vorwiegend aus Vermentino. Ca. 26 000 Hektar Rebfläche gibt es auf der geologisch vielfältigen Insel mit ihren granitischen, kalkhaltigen und vulkanischen Böden.
Sardiniens wichtigste Rebsorten
Rotwein
Zu den bekanntesten autochthonen Sorten gehört der Cannonau, bei den Sarden auch als "das Lebenselixier oder „der Wein der Hundertjährigen" Sarden. Die Rebsorte liefert kräftige, tanninreiche Rotweine mit Aromen von roten Früchten, Gewürzen und manchmal auch etwas Rauch. Oft wird sie mit dem spanischen Garnacha verglichen und ist im besten Fall Basis charaktervoller Rossi.
Die Monica di Sardegna bringt fruchtbetonte, weiche, beerige Weine mit feinen Tanninen hervor.
Der Carignan oder Carignano ist vorwiegend in der Region Sulcis, im Südosten Sardiniens verbreitet. Er liefert oft dunkelfarbige Weine mit einer intensiven Aromatik. Typisch sind seine Gewürz- und Kräuternoten, die an die typischen Aromen der sardischen Macchia Mediterranea, erinnern, Sinnbild der beeindruckenden Biodiversität Sardiniens.
Der Bovale, Sardiniens dunkles Juwel, ist eine autochthone Rebsorte, die in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Traube produziert kräftige sehr dunkle Weine mit spürbaren Tanninstrukturen.
Der Cagnulari, ist eine faszinierende Rebsorte die vermutlich spanische Wurzeln hat. Diese Theorie wird durch genetische Untersuchungen gestützt, die eine enge Verwandtschaft zur spanischen Garnacha aufzeigen. Auch dieser Wein ist bekannt für seine intensive Farbe, die fruchtige Aromatik und gut eingebundene Tannine.
Weißwein
Sardinien ist nicht nur für seine kräftigen Rotweine bekannt, sondern auch für seine frischen und aromatischen Weißweine. Gerade in diesem Bereich ist in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung zu verzeichnen: mittlerweile überholen die weißen sardinischen Weine teilweise in ihren Produktionsmengen nach und nach die Rotweine. Die sardischen Winzer verstehen es sehr gut, hervorragende Qualität im Weißweinbereich in die Flasche zu bringen. Die Nachfrage nach diesen spannenden regionalen Weißweinen steigt.
Unangefochten an der Spitze steht die wohl bekannteste weiße Rebsorte, der Vermentino di Sardegna. Er wächst in verschiedenen Regionen der Insel und ist in seiner Aromatik gut zu erkennen. Leicht bitter mit typischen Kräuternoten, je nach Ausbauvariante mehr oder weniger salzig und mineralisch, mit erkennbaren fruchtigen Noten von Ananas und Apfel.
Der Nuragus di Cagliari, eine der ältesten Rebsorten Sardiniens kommt mit komplexen, vielschichtigen Aromen von gelben Früchten, Nüssen sowie einer leichten Bitternote daher.
Der Torbato, eine seltene und einzigartige Rebsorte, hat ihren Ursprung in Katalonien, gedeiht aber heute hauptsächlich auf Sardinien. Er ist zeichnet sich durch eine lebendige Säure und komplexe Aromen. Beim typischen Torbato finden sich Noten gereiften Äpfeln und Zitrusfrüchten, begleitet von floralen Nuancen.
Das Wort Vernaccia leitet sich von "vernaculus" ab, damals gebräuchlich bei den Römern, die genau diese Weine bei ihrer Ankunft vorfanden. Den Vernaccia di Oristano, zeichnet eine ungewöhnliche Komplexität aus. Die Weine sind intensiv, duften nach Mandelblüten und kommen kraftvoll, trocken, warm, samtweich und harmonisch mit einem langen Abgang daher.
Eine weitere Rolle spielen auch der Semidano, verwendet oft in Cuvees und der meist süße Moscato di Sardegna
Weingüter
Agricola Punica – ein Joint Venture zwischen der Tenuta San Guido Gruppe, der Cantina di Santadi, dem Präsidenten des Weinguts Antonello Pilloni und dem legendären toskanischen Winzer Giacomo Tachis.
Die Cantina Santadi liegt im Herzen der Sulcis-Region im Südwesten der Insel.
