| James Suckling: | 93 Punkte |
|---|---|
| Weinart: | Rotwein |
| Jahrgang: | 2020 |
| Geschmack: | trocken |
| Passt zu: | gebratenes und gegrilltes Fleisch, gerne in Kombination mit Pilzen, gereifter Käse |
| Land: | Italien |
| Anbauregion: | Toskana |
| Anbaugebiet: | Chianti |
| Rebsorte: | Merlot |
| Qualitätsstufe: | IGT |
| Ausbau: | Barrique |
| Nettoinhalt: | 1,5 l |
| Alkohol: | 15 % Vol. |
| Verschluss: | Naturkorken |
| Trinktemperatur: | 16 - 18 ° C |
| mindestens Lagerfähig bis: | 2030+ |
| Zutaten: | enthält Sulfite |
| Allergene: | Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten |
| verantwortlicher Lebensmittelunternehmer: | Podere La Villa, Via Pisignano 34, San Casciano |
Hersteller
Podere La Villa di Ilaria Tachis | Toskana Chianti Classico
Podere La Villa – Chianti Classico mit persönlicher Geschichte
Podere La Villa liegt nahe San Casciano in Val di Pesa im Herzen des Chianti Classico. Das Anwesen ist klein, fast privat anmutend – und genau das ist Teil seines Charmes. Hier geht es nicht um große Mengen, sondern um die konzentrierte Übersetzung eines Ortes und einer Familiengeschichte in Wein. Die Landschaft ist typisch toskanisch: sanfte Hügel, Waldinseln, Licht, das sich über die Rebreihen legt. In dieser stillen Kulisse ist ein Weingut entstanden, das in Sommelierkreisen längst als Insider-Adresse gilt.
Der Anfang: Giacomo Tachis entdeckt ein Zuhause
Der Grundstein für Podere La Villa wurde Anfang der 2000er gelegt, als Giacomo Tachis – einer der einflussreichsten Weinmacher Italiens – dieses Stück Chianti für sich entdeckte. Tachis war der Architekt moderner italienischer Spitzenweine und prägte Ikonen wie Sassicaia. Podere La Villa war dagegen kein Prestigeprojekt, sondern etwas Persönliches: ein Ort, an dem er seine Vorstellung von Chianti Classico in Reinform verwirklichen wollte – mit kleinen Parzellen, klarer Herkunft und ohne Hast.
2004 wurde ein alter Weinberg direkt vor dem Haus neu bestockt, der später zum Kern von Pargolo wurde. Der Name „Pargolo“ verweist auf die Geburt eines Kindes – und zugleich auf den Beginn eines eigenen Weinstils innerhalb der Tachis-Familie.
Ein geschütztes Tal – die „Conca d’Oro“ der Val di Pesa
Podere La Villa liegt in einer natürlichen Mulde, die im Chianti als „Conca d’Oro“ bekannt ist. Das Tal ist windgeschützt und sammelt tagsüber Wärme, während die Nächte deutlich abkühlen. Diese Kombination schenkt den Trauben Reife und Aromatik, ohne die Frische zu verlieren. Die Böden mit kalkhaltigen Mergeln geben den Weinen Spannung, Würze und eine mineralische Linie.
Von Rampolla zum eigenen Keller
In den ersten Jahren wurden die Weine von Podere La Villa auf Castello dei Rampolla vinifiziert – einem Weingut, das Giacomo Tachis lange betreute und dessen Spitzenweine er mitentwickelte. Später entstand auf dem Podere ein eigener, kleiner Keller. Damit wurde Podere La Villa noch unabhängiger – und konnte den Stil konsequent aus Lage und Jahrgang heraus formen.
Heute: Ilaria Tachis führt das Erbe weiter
Nach dem Tod ihres Vaters führt Ilaria Tachis das Weingut mit großer Nähe zur Idee, die ihn prägte. Sie arbeitet naturverbunden, mit sorgfältiger Handarbeit im Weinberg und minimalen Eingriffen im Keller. Man spürt Respekt vor der Tradition – aber auch eine eigene, feinere Handschrift. Ilaria setzt auf Balance, Textur und Klarheit.
Die Weine: Chianti-Classico-Eleganz und toskanische Eigenständigkeit
Pargolo ist der Chianti Classico DOCG des Hauses: Sangiovese-getragen, saftig und präzise, mit reifer Kirschfrucht, Kräuterwürze und trockener, steiniger Länge. Giacomo ist eine Hommage an den Vater – ein streng limitierter Merlot-basierter Supertuscan aus den besten Parzellen des Podere. Ergänzt wird das Portfolio durch weitere kleine Projekte, die den Ort in unterschiedlichen Facetten zeigen.
Warum Podere La Villa so besonders ist
Podere La Villa steht für eine seltene Kombination: ein geschichtsträchtiger Name ohne Pathos, ein kleines Terroir mit großer Aussagekraft und ein klarer Chianti-Classico-Kern, ergänzt durch persönliche Hommagen. Wer die Toskana nicht als Postkarte, sondern als Weinlandschaft mit Seele sucht, findet hier Weine, die still überzeugen – und lange nachklingen.
