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Giacomo Tachis

Die italienische „La Repubblica“ bezeichnete Giacomo Tachis bei  seinem Rückzug in den wohlverdienten Ruhestand seiner Zeit als den „Prinzen der italienischen Önologie“. Andere Gazetten schreiben vom König oder vom Papst. Wie dem auch sei, unstrittig ist wohl, daß Giacomo Tachis den italienischen Weinbau wie kein anderer zuvor beeinflusst und weiterentwickelt hat.
Geboren wurde Giacomo Tachis am 04. November 1933 in Poirino (nahe Turin). In der piemontesischen Heimat studierte an der Weinfachschule “Scuola di Enologia” bei keinem geringeren als dem bekannten französischen Önologen Emile Peynaud, zu dem er eine lebenslange Freundschaft unterhielt.


Seine Karriere begann  1961 in der Toskana. Angeheuert bei der damals schon bedeutenden Kellerei Antinori wurde er dort zum Weinmacher berufen. Hier beschäftigte sich Tachis zunächst vor allem mit der Verbesserung der damals typisch toskanischen Weine. Er fing an vor allem Cabernet Sauvignon anzubauen und für seine Weine in der Assemblage zu nutzen.
Sein erstes Meisterwerk schuf Giacomo Tachis allerdings bei der Verwandschaft der Antinoris, die ihn 1968 zur Verwandtschaft nach Bolgheri entsandten um die Familie Incisa della Rocchetta zu unterstützen. Dort schuf er den legendären 1968er Ur-Sassicaia und betreute diesen weltberühmten Supertoskaner für viele Jahre.


Gestärkt vom Erfolg des Sassicaia entwickelt Tachis zunächst mit dem Tignanello den nächsten Supertuscan. Dieses Mal allerdings für seinen Arbeitgeber Antinori. Er hatte das Potential einiger Weinbergslagen  südlich von San Casciano frühzeitig erkannt und dem Marchese Antinori zum Kauf geraten. Später setzte er mit dem „SOLAIA“ einen weiteren Meilenstein für die Antinori’s. Nachdem der Vertrieb des zur Ikone gewordenen Sassicaia nicht mehr durch Antinori erfolgen sollte, war man dort an einem Wein aus Bolgheri sehr interessiert, kaufte Weinberge und Giacomo Tachis entwickelte mit dem Solaia einen weiteren Supertoskaner.
Neben seiner bis 1993 dauernden Tätigkeit als Direktor beim Marchese Antinori widmete sich Giacomo Tachis zudem seinem Lehrstuhl in Pisa, aber auch als Berater für viele inzwischen zum Teil namhafte Weingüter war er aktiv. Zunächst in der Toskana, später auch auf Sizilien, Sardinien, in den Marken und in Südtirol.


Viele bekannte Weine gehen auf sein Schaffen zurück. So zu Beispiel Sammarco und D’Alceo vom Castello dei Rampolla, Saffredi  der Fattoria Le Pupille, Turriga – Isola dei Nuraghi, Terre Brune – von Santadi, um nur einige wenige zu nennen.


Mit dem Kauf des Podere La Villa legte Tachis dann den Grundstein für seine Tochter Ilaria. Nur unweit von San Casciano und dem früheren Stammsitz der Kellerei Antinori entfernt kauft er das kleine Anwesen und renoviert es gemeinsam mit der Tochter. 2003 dann beschloß er den an das Anwesen grenzenden Weinberg neu anzulegen und mit Merlot und Sangiovese zu bepflanzen. Nach Erweiterung der Rebflächen erzeugt Tochter Ilaria heute 3 Weine, Pargolo, Paggio und die limitierte Hommage zu Ehren des Vaters „GIACOMO
2010 zieht sich Giacomo Tachis, zwischenzeitlich an Parkinson erkrankt, komplett aus dem Berufsleben zurück. Am 06. Februar 2016 verstirbt Giacomo Tachis als einer der größten zeitgenössischen Weinmacher und Önologen.